Kinder, Kiva, Qualität

Heute morgen im Bett hatte ich einen Geistesblitz. Ich war wohl noch keine 2 Minuten wach, da kam mir die Idee, wie ich mit-kids.ch vorwärts bringen könnte, ohne selber rückwärts zu machen. Doch um die Idee darzulegen muss ich etwas ausholen.

Kiva?

Kiva - loans that change lives

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Im Blog eines alten Schulkollegen las ich Mitte letzten Jahres von Kiva.org. Kiva vergibt Kleinstkredite an Unternehmer in Entwicklungs- und Schwellenländern, wie Ghana, Peru, oder Uganda. Die Kredite im Rahmen von 10 USD bis einige tausend USD, je nach Projekt. Die Projekte werden von Kiva-Mitarbeitern vor Ort ausgewählt und bewertet, so ist eine gewisse Sicherheit gewährleistet.

Natürlich meldete ich mich bei kiva an und nahm gleich mal 25 USD in die virtuelle Hand, um sie in ein Projekt zu stecken: Frau Sorn und ihre Truppe kauft damit Reissamen.

“Naja”, dachte ich mir, “wenn das mit dem zurückzahlen nicht klappt – die 25 USD kann ich mir leisten.” So staunte ich umso mehr, als ich einige Zeit später ein Mail von Kiva bekam, ich hätte 2 USD gutgeschrieben bekommen. Mitterweile ist fast die Hälfte meines Beitrages wieder auf meinem Konto bei Kiva.

Was hat das jetzt mit mit-kids.ch zu tun? Auf den ersten Blick natürlich nicht viel, deshalb muss ich nochmals ausholen.

Masse, Qualität und mit-kids.ch

mit-kids.ch lebt von Benutzerbeiträgen. Besucher/innen möchten ihre Erfahrungen, die sie an Orten in der Schweiz und Umgebung gemacht haben, einem breiten (immer breiter werdenden) Publikum zur Verfügung stellen. Nun gibt es bestimmte (weiche) Kriterien, die einen guten Beitrag ausmachen. Ich werde mir später mal die Zeit nehmen, und darüber eine eigene Seite schreiben. Auf jeden Fall sollten mir die Beiträge möglichst wenig Arbeit machen, möglichst aussagekräftig und orginell sein und wenn möglich mindestens ein selbstgeschossenes Foto dabeihaben. Optimalerweise.

Nun, wie bringe ich die Leute dazu, sich 20 Minuten hinzusetzen, um mir einen wirklich hammertollen Beitrag zuzuschicken?

Die Idee

Hier kommt möglicherweise Kiva.org ins Spiel. Die Idee (unausgegoren, ungültig, unreif):

  • Für jeden (neuen!) eingesendeten und veröffentlichten Beitrag lege ich im Namen von mit-kids.ch einen US-Dollar ins Kässeli
  • Für jeden Beitrag, bei dem ich fast nichts selber recherchieren muss (URLs, Kontakt, Koordinaten), lege ich nochmals zwei Dollar rein. Dann sind’s schon drei.
  • Für jedes angehängte, selbstgeschossene Bild kommt noch ein Dollar dazu, bis maximal 3 Dollar.
  • Wenn genug zusammen ist (minimum 25 USD), dann wird ein zu definierendes Projekt mitfinanziert.

Da Kiva das Geld wirklich zurückzahlt und nur einen klitzekleinen Beitrag an Administrationsgebühr zurückbehält, sind wir damit alle Gewinner: mit-kids.ch bekommt wertvolle Beiträge, die Kiva-Unternehmer bekommen Geld und meine Wenigkeit verliert nichts dabei, weil ich ja das Geld zurückbekomme. Der Einsender wiederum kann sich zurücklehnen und wohlfühlen, da mit seiner Arbeit etwas Gutes finanziert wird.

Natürlich gibt es da einiges zu beachten:

  • Wer führt Buch?
  • Wer bestimmt, ob ein Artikel überhaupt publiziert werden soll?
  • Wer bestimmt, in welches Projekt das Geld gesteckt wird?

All dies sind Fragen, die ich nicht selber beantworten kann und will. Ich werde mir zusätzlich zu diesem Blogbeitrag noch kompetenten Rat bei Irene, die Erfahrung mit allerlei Onlinemedien besitzt und bei Andrin, der mit mir zusammenarbeitet und schon einige Beiträge geliefert hat. Doch am meisten interessiert mich die Meinung der Leser hier. Also seid nicht scheu und sagt mir, was ihr davon haltet.

PS: Damit ein nicht-Blogger eine Idee bekommt, was für ein Aufwand hinter einem gut recherchierten Blogbeitrag steht: Ich bin seit rund einer Stunde am schreiben, umschreiben, herumkopieren und einfügen. Ein Beitrag auf mit-kids.ch kostet mich je nach dem zwischen 10 und 40 Minuten.

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